Bayer Leverkusen: Schlussspurt

Peter Bosz ist mit Bayer Leverkusen auf Champions-League-Kurs. Selbst, als die Werkself am 28. Spieltag eine 2:4-Heimpleite gegen Leipzig kassiert hatte, auf Rang neun abgerutscht war und der Rückstand auf den vierten Platz satte zehn Zähler betrug, wollte der Niederländer das große Ziel nicht aufgegeben. „Ich habe immer noch gedacht, dass es möglich ist“, sagt der Chef-Trainer der Rheinländer, der in der Winterpause Heiko Herrlich an der Seitenlinie beerbt hatte.

Peter Bosz

Seit der Niederlage gegen die Rasenballsportler ging es für Leverkusen steil bergauf. Bayer feierte vier Siege in Serie. Dadurch kletterte die Werkself an jedem Spieltag einen Platz in der Tabelle, während die Konkurrenz, allen voran Eintracht Frankfurt, fleißig Punkte liegen ließ. Im direkten Duell beider Königsklassen-Anwärter setzte sich die Mannschaft von Peter Bosz zuletzt mit 6:1 durch und ist mittlerweile punktgleich mit dem Europa-League-Halbfinalisten aus Hessen, der lediglich aufgrund des besseren Torverhältnisses noch Vierter ist.

„Alle wollen den Ball haben, zeigen sich und haben Selbstbewusstsein“, erklärt Torhüter Lukas Hradecky den Aufschwung der vergangenen Wochen. Diesen bringt der Torhüter vor allem mit Peter Bosz in Verbindung. „Je länger wir mit dem Trainer arbeiten, desto besser wird es“, sagt der Finne.

Sechs Tore in einer Halbzeit

„Wir sind ganz gut drauf für den Endspurt“, sagt auch Kevin Volland, der mit 14 Saisontreffern eine der Stützen des Bayer-Teams ist, das mit dem Torfestival gegen Frankfurt einen Bundesliga-Rekord egalisierte. Ein ähnliches Spektakel einer Mannschaft in den ersten 45 Minuten hatte es zuletzt vor mehr als 40 Jahren gegeben. Am 29. April 1978 erzielte Borussia Mönchengladbach beim legendären 12:0 gegen die Schwarz-Gelben ebenfalls sechs Treffer im ersten Durchgang.

Julian Brandt teilt Vollands Meinung. „In den nächsten zwei Wochen können wir vieles erreichen“, meint der WM-Teilnehmer von 2018 beim Blick auf die noch ausstehenden Begegnungen. Zunächst empfängt Leverkusen die Knappen, anschließend ist Bayer in Berlin gefordert. Gleichzeitig warnt Brandt allerdings auch: „Die Situation ist aber auch gefährlich. Es kommt noch viel Arbeit auf uns zu in den nächsten zwei Wochen. Wir müssen die beiden Spiele gewinnen und das eigene Werk vollenden.“

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