SV Drochtersen/Assel: Vom Losglück geküsst

Es gibt viele Fußballvereine, denen gerne einmal wiederkehrendes Losglück nachgesagt wird. Hier und da womöglich zu Unrecht, doch auf die SV Drochtersen/Assel trifft dieses Urteil zweifellos zu. Denn im dritten DFB-Pokalspiel der Vereinsgeschichte darf sich der Regionalligist aus Niedersachsen zum dritten Mal mit einem Traditionsclub aus der Bundesliga messen.

Nach den Partien gegen Borussia Mönchengladbach 2016/2017 und gegen den FC Bayern München 2018/2019 heißt der Gegner in dieser Saison FC Schalke 04. Und die Königsblauen sind gewarnt. Denn sowohl gegen die Fohlen als auch gegen den Rekordmeister kratzte Drochtersen/Assel an der Sensation. Beide Spiele verloren die Niedersachsen lediglich mit 0:1. „Durch die beiden Ergebnisse ist die Erwartungshaltung im DFB-Pokal gestiegen“, sagt Torhüter Patrick Siefkes im Gespräch mit „dfb.de“ vor dem anstehenden Duell mit den Königsblauen und ergänzt voller Selbstvertrauen: „Es war immer unser Ziel, die nächste Runde zu erreichen – ob das nun gegen Gladbach oder gegen Bayern war. Wir werden auch gegen Schalke versuchen weiterzukommen.“

Ashton Götz mit Bundesliga-Erfahrung

Bekanntester Spieler im Kader der Niedersachsen, der ausnahmslos aus Amateuren besteht, ist Ashton Götz, der zwischen 2014 und 2016 elf Bundesligaspiele für den Hamburger SV absolvierte. Ausgetragen wird die Partie am Samstag (10.8, 15.30 Uhr) im Kehdinger Stadion, das bei Regionalligaspielen Platz für 3.000 Zuschauer bietet. Am Samstag wird die Kapazität durch eine Zusatztribüne auf 7.800 Plätze erweitert.

Während das DFB-Pokal-Duell mit Drochtersen/Assel für die Mannschaft von David Wagner das erste Pflichtspiel der neuen Saison sein wird, sind die Niedersachsen bereits voll im Ligabetrieb. Mit sechs Punkten aus drei Partien ist der kommende Gegner der Königsblauen ordentlich in die neue Spielzeit gestartet. Zuletzt feierte das Team aus dem Landkreis Stade einen 3:1-Erfolg gegen den SSV Jeddeloh II.

Wir wollen in dem Spiel Spaß haben und können nur gewinnen.

Patrick Siefkes

Für die erste Runde des DFB-Pokals hatte sich die Mannschaft von Trainer Lars Uder durch einen 1:0-Erfolg gegen den Drittligisten SV Meppen qualifiziert. Zu einem Tor oder gar einem Sieg in der Hauptrunde hat es bislang nicht gereicht. Dennoch glaubt man in Niedersachsen an eine mögliche Überraschung. „Wenn man mit den Leuten hier im Dorf spricht, wird oft gesagt: ‚Dieses Jahr könnt ihr es schaffen. Ihr habt doch auch gegen Bayern fast das 1:0 gemacht‘“, berichtet Siefkes von der positiven Stimmung im Umfeld des Clubs. Doch Druck wolle sich das Team keinen machen. „Wir wollen in dem Spiel Spaß haben und können nur gewinnen“, betont der Torwart.

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