Guido Burgstaller: Selbstvertrauen getankt

Mit einem zwiespältigen Gefühl kehrte Guido Burgstaller von seiner Länderspielreise zurück. Auf schalke04.de berichtet der 28-Jährige vom internationalen Aufeinandertreffen mit einem Teamkollegen, bei dem ihm eine Premiere gelang. Zudem benennt der Angreifer die Stärken des kommenden Gegners.

Guido Burgstaller, du hast eine erfolgreiche Länderspielwoche hinter dir und zweimal mit der österreichischen Nationalmannschaft gewonnen. Trotzdem hat es nicht zur Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft gereicht.
Wir haben zwei Spiele bestritten und beide verdient gewonnen. Daher können wir mit der Woche zufrieden sein. Trotzdem sitzt der Stachel, dass wir nicht zur WM fahren, sehr tief. Wir hatten die Chancen und haben auch ganz gute Spiele abgeliefert. Aber manchmal hatten wir kein Glück, das muss man akzeptieren.

Das vereinsinterne Duell mit Matija Nastasic konntest du für dich entscheiden und hast mit deinem ersten Länderspieltor sogar maßgeblich dazu beigetragen. Durfte sich Matija nach dem Schlusspfiff einen Spruch von dir anhören?
Nein, das nicht. Für Serbien ging es ja noch um etwas. Sie mussten das letzte Spiel gewinnen, um sicher dabei zu sein. Wir haben nur kurz unsere Trikots getauscht und geplaudert. Natürlich habe ich ihm viel Glück gewünscht und bin froh, dass er die Qualifikation schließlich geschafft hat.

Es ist natürlich immer schön, wenn man ein Tor macht.

Guido Burgstaller

Froh dürfte dich aber auch dein Premierentreffer im Nationaldress gemacht haben. Wie wichtig ist dieser für das Selbstvertrauen – gerade vor dem Hintergrund, dass es bei Königsblau vor der Länderspielpause mit den Toren trotz einiger Chancen nicht richtig klappen wollte?
Es ist natürlich immer schön, wenn man ein Tor macht. Dadurch tankt man Selbstvertrauen. Es waren bei uns glaube ich weniger die Stürmer das Problem, in vielen Situationen fehlte einfach auch das Glück. Wir werden hart arbeiten, um dieses wieder zu erzwingen. Da mache ich mir keine Sorgen.

Nach 100 Tagen wird häufig eine Bilanz gezogen. Genau diese Länge besitzt nun die Amtszeit von Domenico Tedesco. Wie bewertest du bis hierhin die Zusammenarbeit mit dem Trainer?
Jetzt eine Bilanz zu ziehen, ist noch viel zu früh. Wir arbeiten alle gerne mit dem Coach zusammen. Er hat einen Plan, den wir versuchen auf dem Platz umzusetzen. Gelingt uns das, wird uns dieser helfen, viele Punkte einzufahren. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, werden wir mit Sicherheit eine gute Saison spielen.

Die nächste Zwischenstation auf diesem Weg führt uns am Samstag nach Berlin. Siehst du die Partie gegen den Europacup-Teilnehmer als echte Standortbestimmung?
Damit beschäftigen wir uns nicht. Wir probieren, ein gutes Spiel abzuliefern und die drei Punkte zu holen. Die Jungs haben hier in Abwesenheit der Nationalspieler sehr gut trainiert. Wir sind alle heiß auf Berlin.

In der jüngeren Vergangenheit sahen die Knappen in Berlin weniger gut aus. Was erwartest du für eine Begegnung?
Es wird ein sehr enges Spiel. Hertha hat eine gute Mannschaft, die sehr heimstark ist. Sie steht sehr kompakt und besitzt gute Zweikämpfer, die robust zu Werke gehen. Daher lassen die Berliner wenig zu. Wir müssen zusehen, dass wir uns Möglichkeiten erarbeiten und Torgefahr entwickeln. Am besten gehen wir früh in Führung, damit Hertha ein bisschen mehr aufmachen muss. Vorne besitzt der Gegner genügend Qualität, um für Gefahr zu sorgen, vor allem durch Konter. Daher müssen wir richtig aufpassen.

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