Max Meyer: Jeden Tag ein bisschen weiterentwickeln

Zwei Punkte mehr hätten es sein können. Trotzdem lässt Max Meyer nach dem Last-Minute-Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg den Kopf nicht hängen. Auf schalke04.de blickt der U21-Europameister noch einmal auf die 90+4 Minuten gegen die Niedersachsen zurück. Zudem spricht er über seine persönliche Entwicklung und die Fortschritte des Teams.

Max Meyer im Training

Max Meyer, nur wenige Sekunden haben gegen den VfL Wolfsburg gefehlt, um den vierten Pflichtspielsieg in Serie zu feiern …
Das stimmt. Wir waren ganz nah dran. Aufgrund der zweiten Halbzeit ist das Ergebnis aber nicht unverdient. Bei der Bewertung des Spiels dürfen wir nämlich nicht vergessen, dass der VfL einen Elfmeter verschossen hat. Da hätte es bereits 1:1 stehen können.

In der ersten Halbzeit habt ihr eine der stärksten Leistungen der laufenden Saison gezeigt. Wie bewertest du die ersten 45 Minuten?
Auf dem schwer zu bespielenden Boden waren wir in den Zweikämpfen sehr griffig. Zudem haben wir den Ball gut laufen lassen. Und wir haben immer wieder versucht, hinter die Kette der Wolfsburger zu kommen. So konnten wir einige Chancen kreieren und sind auch verdient in Führung gegangen.

Nach der Pause waren die Wölfe dann bissiger …
… und wir leider etwas passiver. Wir haben nicht mehr so gute Wege wie in der ersten Halbzeit gemacht. Wolfsburg war besser im Spiel und hat seine Qualitäten eingebracht. Ich finde, beim VfL passt der aktuelle Tabellenstand auch nicht zur Stärke der Mannschaft. Wolfsburg hat viele gute Fußballer in seinen Reihen. Gerade nach vorne bringt das Team viel Schnelligkeit mit. Sie haben zudem unter Martin Schmidt noch kein Spiel verloren. Das zeigt, wie schwer es ist, sie zu besiegen. Wir waren ganz nah dran.

Wie sehr schmerzt das 1:1 beim Blick auf die Tabelle?
Dortmund, Hoffenheim und Leipzig haben verloren. Wir hätten daher mit einem Dreier einen weiteren Schritt nach vorne machen können. Andersherum sind wir aber auch nicht zurückgefallen. Wir lassen die Köpfe jetzt nicht hängen und werden das Spiel in den kommenden Tagen aufarbeiten – gerade die zweite Halbzeit. In Freiburg wollen wir es dann besser machen. Da müssen wir 90 Minuten konstant auftreten. Plus Nachspielzeit.

Du hast in der defensiven Rolle im Mittelfeld abermals eine starke Leistung gezeigt und 12,74 Kilometer abgespult. Das war königsblauer Bestwert …
Das war auch anstrengend (lacht). Der Boden war wirklich tief, das hat Kraft gekostet.

Es zeigt aber auch, dass du die neue Rolle annimmst. Was gefällt dir auf der Position am besten?
Ich habe das Spiel vor mir und deshalb auch viel Ballbesitz. Zudem führe ich viele Zweikämpfe. Mir macht es momentan großen Spaß.

Insgesamt ist die Entwicklung eurer Mannschaft sehr positiv. Wie bewertest du euren Weg seit dem Saisonstart?
Ich finde, dass wir als Team, also Mannschaft und Trainer, sehr gut arbeiten und jede Woche etwas besser werden. Wir haben aber weiterhin Luft nach oben und setzen im Training alles daran, uns stets weiterzuentwickeln.

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