Huub Stevens: Ein Erfolgserlebnis ist die beste Medizin

In den verbleibenden zwei Pflichtspielen des Kalenderjahres kehrt Huub Stevens auf die Trainerbank der Königsblauen zurück. Für die Stunden vor dem Duell am Samstag (19.12.) um 15.30 Uhr gegen Arminia Bielefeld bezeichnet der 67-Jährige vor allem eine Aufgabe als besonders wichtig. „Die Köpfe müssen wieder frei werden. Das wird nicht ganz einfach. Aber ich habe einige Ideen, wie wir das gemeinsam schaffen können“, sagt der Niederländer.

Huub Stevens

Der Jahrhunderttrainer des FC Schalke 04 erklärt, dass er an die Qualität der Mannschaft glaube und dass sie vor allem eines brauche: ein Erfolgserlebnis. „Das ist die beste Medizin für einen Fußballer“, meint Stevens. Die aktuelle Situation sei mit jener aus dem Frühjahr 2019, als er bereits einmal als Interimstrainer eingesprungen ist, nicht zu vergleichen, sagt der Fußballlehrer. „Wir stehen ganz unten, die Mannschaft hat wenig Selbstvertrauen. Deswegen ist die Situation schwieriger als beim letzten Mal.“

Dennoch habe er keine Sekunde lang gezögert, als er von Sportvorstand Jochen Schneider gebeten wurde, für die Partien gegen Bielefeld und Ulm einzuspringen. Stevens: „Mein blau-weißes Herz schlägt noch immer. Wenn der Verein in die Bredouille kommt, kann man nicht ‚nein‘ sagen.“

Dank an Manuel Baum

Schneider ist froh, dass Stevens sofort seine Unterstützung zugesagt hat. Gleichzeitig unterstreicht er, dass die Mannschaft nun gefragt sei. „Die Truppe ist jetzt gefordert, den Turnaround zu schaffen, damit wir mit zwei Siegen aus diesem bitteren Jahr 2020 herausgehen“, sagt der Sportvorstand.

Der 50-Jährige bedauert zudem, dass Manuel Baum von seinem Amt als Chef-Trainer entbunden werden musste. „Ich wünsche Manuel von Herzen alles Gute. Er hat in den vergangenen Wochen und Monaten mit unglaublichem Einsatz, viel Akribie und Leidenschaft alles versucht, den Erfolg wieder zum S04 zu bringen. Leider hat sich dieser Erfolg nicht eingestellt“, so Schneider. „Es ging am Ende um die Frage, ob wir davon überzeugt sind, in dieser Konstellation die notwendigen Punkte zu holen, um das Ziel zu erreichen, in der Bundesliga zu bleiben. Diese Überzeugung war nicht mehr da.“

Stevens führte bereits Gespräche mit dem Team

In den ersten Stunden als Interimstrainer war Stevens bereits fleißig. Noch vor der ersten Trainingseinheit sowie der offiziellen Pressekonferenz führte er mehrere Gespräche – eines mit dem gesamten Team und eines mit dem Mannschaftsrat. Bis zum Spiel gegen Bielefeld werden zudem noch diverse Einzelgespräche folgen. Kontakt zu Manuel Baum hatte der 67-Jährige ebenfalls. „Er ist natürlich niedergeschlagen, das ist ganz normal“, berichtet Stevens. „Ich wünsche ihm alles Gute und viel Glück für die Zukunft.“

Bei der Vorbereitung auf die Bundesliga-Partie gegen Bielefeld sowie die Zweitrunden-Begegnung am Dienstag (22.12.) im DFB-Pokal gegen den SSV Ulm 1846 vertraut Stevens auf den bisherigen Trainerstab, der durch Mike Büskens noch einmal erweitert wird.

Trio fällt weiterhin aus, Kapitän fraglich

Wie bereits gegen Freiburg werden Frederik Rönnow, Goncalo Paciencia und Mark Uth den Knappen aufgrund von Verletzungen nicht zur Verfügung stehen. Noch offen ist der Einsatz von Omar Mascarell. Der Spanier musste gegen die Breisgauer mit einer Blessur ausgewechselt werden. „Bei Omar hoffe ich noch, dass er fit wird. Aber es sieht nicht allzu gut aus“, sagt Stevens.

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