Dimitrios Grammozis: Treffen auf starken Gegner – aber wir sind auch stark

Im Duell zweier letztjähriger Erstligisten ist der FC Schalke 04 am Samstag (20.11.) zur Topspielzeit um 20.30 Uhr bei Werder Bremen gefordert. „Wir treffen auf einen starken Gegner – aber wir sind auch stark“, sagt Chef-Trainer Dimitrios Grammozis vor dem Flutlichtspiel im Weserstadion und fügt hinzu, dass bei dem Kräftemessen der beiden Traditionsvereine neben der Qualität der jeweiligen Teams sicherlich auch die Tagesform eine Rolle spielen werde.

Dimitrios Grammozis

In der Tabelle trennen beide Clubs derzeit drei Punkte und drei Plätze: Königsblau ist mit 22 Zählern momentan Fünfter, Werder belegt mit 19 Punkten Rang acht. Die Formkurve bei den Grün-Weißen zeigt aber nach oben. Zuletzt gewann die Mannschaft von Chef-Trainer Markus Anfang, der in der Saison 1997/1998 in fünf Pflichtspielen das Schalke-Trikot getragen hatte, mit 2:1 beim 1. FC Nürnberg, zuvor trennte sie sich daheim 1:1 vom derzeitigen Tabellenführer FC St. Pauli. Der S04 musste an den vergangenen beiden Spieltagen nach zuvor vier Liga-Siegen in Serie indes zwei Niederlagen verdauen: 0:1 beim 1. FC Heidenheim und 2:4 gegen den SV Darmstadt 98.

Gerade die Partie gegen die Lilien hat Grammozis nicht gefallen. „Wir haben gegen Darmstadt zu viele individuelle Fehler gemacht, die der Gegner ausgenutzt hat. Wir waren nicht kompakt, uns hat der Zugriff gefehlt“, erklärt der Fußballlehrer. „Zudem müssen wir im letzten Drittel wieder mehr Lösungen herausarbeiten und wieder das auf den Platz bringen, was uns in den erfolgreichen Spielen zuvor ausgezeichnet hat.“

S04-Coach mit beiden Trainingswochen zufrieden

Die Enttäuschung nach den jüngsten Resultaten habe sein Team mittlerweile aber weggesteckt. Der Blick ging nach der Analyse der 2:4-Heimniederlage schnell nach vorne. Die Knappen haben die FIFA-Abstellungsperiode dazu genutzt, um im athletischen, vor allem aber auch im fußballerischen Bereich zu arbeiten. Mit dem Engagement und auch den ermittelten Werten bei den verschiedenen Tests ist Grammozis zufrieden. „Die Daten belegen, dass die Jungs wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben.“

Werder wird total motiviert sein, aber das sind wir auch!

Dimitrios Grammozis

Den Gegner hat Grammozis gemeinsam mit seinem Trainerteam ausgiebig analysiert. „Markus Anfang hat das System in den letzten beiden Spielen umgestellt. Werder agiert jetzt mit zwei Stürmern: Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch. Auch die Strategie wurde angepasst. Bremen hat zuletzt schneller und vertikaler in die Spitze gespielt“, erklärt der Chef-Trainer der Königsblauen und fügt hinzu, dass seine Mannschaft auf diese Spielweise vorbereitet sei. Gleichzeitig betont er aber auch: „Wir wollen unsere Art und Weise auf den Platz bringen und werden uns nicht verstecken. Werder wird total motiviert sein, aber das sind wir auch!“

Nahezu alle Spieler des Kaders einsatzbereit

Salif Sané wird nicht mit an die Weser reisen. Der Senegalese, der zuletzt in den Schlussminuten gegen Darmstadt sein Comeback gefeiert hatte, plagt sich mit muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel. Die Beschwerden waren nach einem Ausfallschritt im Training aufgetreten. Darüber hinaus muss Königsblau weiterhin auf Michael Langer verzichten. Der Schlussmann schuftet nach seinem Kreuzbandriss momentan in der Reha für sein Comeback. „Ansonsten sind alle Spieler einsatzbereit“, berichtet Grammozis, der damit bei der Besetzung der elf Plätze in der Anfangsformation wieder einige schwierige Entscheidungen treffen muss, denn „jeder Spieler im Kader möchte natürlich spielen“.

Von den sechs Akteuren, die an den vergangenen Tagen mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren, hatte Ko Itakura die längste Flugstrecke. „Er hat im Training auf mich trotz der Reisestrapazen einen guten Eindruck gemacht und wirkte sehr frisch“, so der Coach. Der Verteidiger war bei den beiden WM-Qualifikationsspielen der Japaner ohne Einsatz geblieben.

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